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Die
"Märch", eigentlich "Mariechen", ist eine
sagenumwobene Glocke, die vorrangig durch Ihren klaren Klang berühmt
wurde. Sie ist 155 cm hoch, hat einen unteren Durchmesser von 165 cm und
wiegt 2,96 Tonnen. Ihr Ton klingt auf "des". Sie ist zwar
nicht die älteste Glocke, aber mit 450 Jahren schon ganz schon betagt.
Die "Märch" wurde
1498 von Johannes von Venlo und seinem Bruder gegossen und nach ihrer
Inschrift Maria geweiht. Sie ist mit reichhaltigen Bildwerken wie z.B. den
Prophetenköpfen verziert, und um sie ranken sich Legenden. So
habe einst das schöne Geläut der Märch die Kölner bewogen, die Glocke für
Ihren Dom zu beanspruchen, allerdings ohne Erfolg.
Eine Zeit lang schien sie wirklich verschollen. Aufgefunden
wurde sie dann vom städtischen Schweinehirten, der mir seinen Tieren in einem
nahe der Stadt gelegenen Wald unterwegs war. Die Schweine wühlten im Laub und
stießen plötzlich auf eine fremdartigen Gegenstand, der sich als die "Märch"
entpuppte.
Während des 30-jährigen Krieges hatten die Ratinger sie dort versteckt um
sie vor Zerstörung zu schützen. Doch dann war sie wohl in Vergessenheit
geraten. Heute hängt
"unsere Märch" im Glockenstuhl zu St. Peter und Paul in Ratingen.
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